Rechenzentren integrieren zunehmend Flüssigkeitskühlung, da die KI die Temperaturen steigen lässt.
Die rasante Einführung der KI-Technologie treibt die Nachfrage nach einer Neugestaltung von Rechenzentren voran. Dies wirkt sich auf die Kühlsysteme aus und heizt die Debatte über Immersionskühlung versus Luftkühlung an. Könnte eine hybride Lösung die Antwort sein?
Die Nutzung von KI hat sich im Laufe der Jahre 2023 und 2024 stark erhöht. Eine Umfrage von McKinsey & Company ergab, dass 65 % der Befragten angaben, dass ihr Unternehmen regelmäßig generative KI einsetzt. Da dieser Trend voraussichtlich anhält, müssen Betreiber von Rechenzentren schnell handeln, um sicherzustellen, dass ihre Einrichtungen den sich wandelnden Anforderungen gerecht werden.
KI bringt erhebliche Herausforderungen für Rechenzentren mit sich. Zu den wichtigsten zählen Probleme mit der Stromverfügbarkeit, Netzüberlastung, Standortwahl und Planungsauflagen. Innovationen wie Batteriespeichersysteme (BESS) und das Potenzial kleiner modularer Reaktoren werden in den kommenden Jahren eine Rolle spielen.
" Eine der dringendsten Herausforderungen für Betreiber von Rechenzentren ist die Frage der Kühlung.
Kosteneffiziente, leistungsfähige und nachhaltigere Lösungen zur Bewältigung der zusätzlichen Wärmeentwicklung durch KI-Chip-Server stehen ganz oben auf der Prioritätenliste – sowohl für neue als auch bestehende Rechenzentren.
Flüssigkeitskühlung für KI-Chips
Durch die hohen Anforderungen an Rechenleistung, Datenverarbeitung und Kommunikation führt KI zu einer höheren Rack-Dichte in Rechenzentren. Dies erfordert besonders effiziente Kühlsysteme, um die zusätzliche Wärme abzuleiten. Immer häufiger setzen Rechenzentren daher auf Flüssigkeitskühlung. Mit einer besseren Energieeffizienz im Vergleich zu Luftkühlungssystemen gilt Flüssigkeitskühlung als kostengünstigere und nachhaltigere Lösung.
Flüssigkeitskühlung gibt es in verschiedenen Formen. Derzeit ist Immersionskühlung am weitesten verbreitet, aber direkte Flüssigkeitskühlungstechniken gewinnen zunehmend an Bedeutung. Dabei wird die Kühlflüssigkeit direkt an die wärmeerzeugenden Komponenten geführt, was eine effizientere Wärmeübertragung ermöglicht – ideal für KI-Chips, die deutlich mehr Wärme erzeugen als herkömmliche Chips.
Die Debatte als „Flüssigkeitskühlung gegen Luftkühlung“ zu formulieren, ist jedoch zu stark vereinfacht.
" Da Rechenzentren bestehende Anlagen nachrüsten oder laufende Planungen anpassen, um mehr KI-Server unterzubringen, braucht es eine differenziertere Lösung.
Gestaltung für eine flexible Zukunft
Die ideale Ausgangslage wäre es, die zukünftige Widerstandsfähigkeit bereits vor dem ersten Entwurf zu berücksichtigen. Doch die Geschwindigkeit technologischer Entwicklungen und der Wandel der Anforderungen seitens der Endnutzer führen zunehmend dazu, dass bestehende Rechenzentrumspläne überarbeitet werden müssen.
" Da Rechenzentren weiterhin traditionelle Server-Racks neben KI-Systemen unterbringen müssen, haben wir einen hybriden Kühlansatz entwickelt.
Dieser Ansatz nutzt die verbesserte Leistung der direkten Flüssigkeitskühlung, setzt jedoch weiterhin Luftkühlung für nicht serverbezogene Aufgaben ein.
Gerade bei Nachrüstprojekten ist dies besonders hilfreich. Der Wechsel von Server-Racks mit geringer Dichte zu den für KI-Chips erforderlichen Hochdichte-Racks führt zu ungenutztem Raum, der weiterhin mit herkömmlicher Luftkühlung versorgt werden muss.
Kunden dabei zu unterstützen, die Anforderungen der Endnutzer zu verstehen und vorherzusagen, ist entscheidend, um die richtige Mischung aus Kühlmechanismen zu finden.
Ob es sich um die Nachrüstung eines bestehenden Rechenzentrums oder die Anpassung von Planungen handelt – unsere Machbarkeitsstudien greifen auf die umfassende Erfahrung im globalen Netzwerk von Deerns zurück.
Branchenweisende Designstandards
Wie bei jeder neuen Technologie scheint es zunächst ein Wettlauf zu sein, bei dem sich unterschiedliche Methoden oder Produkte als Branchenstandard etablieren wollen – man denke nur an Video vs. Betamax (oder für die jüngere Generation: Blu-ray vs. HD DVD). Solange keine allgemein anerkannten Designstandards existieren, ist davon auszugehen, dass die Tech-Giganten eine Vielzahl von Technologien und Methoden einsetzen werden.
Um unsere Kunden bei der Auswahl der richtigen Technologie zu unterstützen, bringt Deerns über 20 Jahre Erfahrung und die Beteiligung an mehr als 550 Rechenzentrumsprojekten weltweit mit – von kleinen Anlagen bis hin zu Hyperscale-Zentren. Das verschafft uns Einblicke, die zu maßgeschneiderten Lösungen führen, die den Anforderungen unserer Kunden heute und in Zukunft gerecht werden.
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