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Logistikzentrum der TU Delft: Sicherheit und Nachhaltigkeit an erster Stelle

Deerns‘ innovative Ingenieurskunst unterstützt die wegweisende Sicherheit und Nachhaltigkeit im neuen Logistik- und Umweltgebäude der TU Delft.

Deerns hat kürzlich die Arbeiten an der neuen, hochmodernen Einrichtung der TU Delft abgeschlossen, die so konzipiert wurde, dass sie den höchsten Sicherheits- und Nachhaltigkeitsstandards entspricht. Sie ist ein entscheidender Bestandteil der umfassenderen Initiative der Universität, Spitzenforschung zu unterstützen und gleichzeitig strenge Umwelt- und Sicherheitsstandards einzuhalten.

Ein zentraler Knotenpunkt für die Lagerung von Chemikalien

Das neue Logistik- und Umweltgebäude dient als zentrale Anlaufstelle für die Verwaltung des umfangreichen Chemikalienbestands der Universität, einschließlich hochentzündlicher und explosiver Materialien. Darüber hinaus spielt die Einrichtung eine wichtige Rolle bei der Abfallentsorgung, da sie die Sammlung, Verarbeitung und Lagerung aller auf dem Campus anfallenden chemischen Abfälle übernimmt. Diese Zentralisierung rationalisiert die Abläufe und erhöht die Sicherheit und Effizienz beim Umgang mit gefährlichen Stoffen.

Sicherheit geht vor

Einer der herausragenden Aspekte dieses Projekts ist der innovative Ansatz beim Sicherheitsmanagement. Anstatt einen Verantwortlichen für die technische Gebäudeausrüstung (TGA) zu ernennen, wurde dieses Projekt von einer Sicherheitsbeauftragten geleitet, Anneke van der Heijden, QHSEI-Managerin bei Deerns. Dadurch wurde sichergestellt, dass Sicherheit und Nachhaltigkeit bei allen Entwurfs- und Betriebsentscheidungen im Vordergrund standen.

Van der Heijden erklärt: „Angesichts der Anwesenheit von Sprengstoffen und hochentzündlichen Chemikalien bestand eine der größten Herausforderungen darin, sicherzustellen, dass die Lagereinrichtungen diese Materialien in einer städtischen Umgebung sicher aufnehmen können. Um dies zu erreichen, verfügt das Gebäude über spezielle Betonwände, die verstärkt sind, um einem erheblichen Druck standzuhalten. Dadurch erfüllen die Wände die Vorschriften, die einen maximalen Schutz für Mitarbeiter gewährleisten sollen, die in der Nähe eines Sprengstoffbereichs arbeiten.“

Das Design umfasst auch sorgfältig geplante Fluchtwege, die aufgrund der räumlichen Beschränkungen sorgfältig geprüft werden mussten, um sicherzustellen, dass sie alle Sicherheitsvorschriften erfüllen. Darüber hinaus sind in die Böden der Chemikalienlagerräume Auffangwannen integriert, die versehentliche Verschüttungen auffangen können.

Das Gebäude selbst ist eine umfassende Lösung, die auf die spezifischen Bedürfnisse des Betriebs der TU Delft zugeschnitten ist. Es umfasst:

  • verschiedene Lagerbereiche für gefährliche und ungefährliche Chemikalien
  • spezielle Bereiche für bestimmte Stoffe wie brennbare Flüssigkeiten, Sprengstoffe und Lithium-Ionen-Batterien,
  • Räume für die Annahme und Sortierung von Materialien,
  • einen Bürobereich

 

© Lucas van der Wee

Nachhaltigkeit hat höchste Priorität

Das neue Gebäude spiegelt das Engagement der TU Delft für Nachhaltigkeit durch eine Reihe innovativer Merkmale wider. Einer der bemerkenswertesten Aspekte ist die Wiederverwendung von Materialien aus dem alten Logistikgebäude.

Es wurden Solarmodule installiert, die die Energieeffizienz des Gebäudes erheblich steigern und zu seiner Rolle als Nettoenergieerzeuger beitragen.

Das Gebäude nutzt ein Aquifer-Thermal-Energy-Storage-System (ATES) unter der Struktur. Dieses System wurde vor Ort entwickelt, da die Verbindung zum zentralen System der Universität zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig war. Es wurde auch entwickelt, um in Zukunft den Wärme- und Kühlungsbedarf auf dem gesamten Campus auszugleichen.

Zusätzlich verfügt das Gebäude über Wärmepumpen, um die Abhängigkeit von nicht erneuerbaren Energiequellen zu verringern. LED-Beleuchtung minimiert den Energieverbrauch, insbesondere in Bereichen, die eine hohe Beleuchtungsstärke erfordern, wie z. B. in Bereichen, in denen Chemikalien transportiert werden.

Regenwassersammel- und natürliche Belüftungssysteme verbessern die Nachhaltigkeitsbilanz der Einrichtung weiter.

Technische Herausforderungen und Lösungen

Die Balance zwischen den strengen Sicherheitsanforderungen und den Nachhaltigkeitszielen stellte eine technische Herausforderung dar. Eine davon war die Entscheidung, den städtischen Fußabdruck des Gebäudes durch begrünte Dächer zu reduzieren.

Diese begrünten Dächer wurden so konzipiert, dass sie sowohl feuerfest als auch strukturell stabil sind, um die zusätzliche Last durch den Garten und die Solarmodule zu tragen. Darüber hinaus erforderte die Verwendung von Holz in der Dachkonstruktion innovative Lösungen, um die Brandschutznormen zu erfüllen. Das Team musste sich auch mit potenziellen Sicherheitsrisiken auseinandersetzen, da begrünte Dächer Freizeitaktivitäten anziehen können. Dies ist in dieser Einrichtung aufgrund der Art der darunter gelagerten Materialien nicht zulässig.

Zusammenarbeit und Fachwissen

Die enge Zusammenarbeit von Deerns mit der TU Delft stellte sicher, dass das Gebäude alle strengen Anforderungen der Universität erfüllte und gleichzeitig neue Maßstäbe in Sachen Sicherheit und Nachhaltigkeit setzte.

Van der Heijden sagt: „Unsere Zusammenarbeit war geprägt von häufigen Konsultationen und dem gemeinsamen Engagement, die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen. Zu den Aufgaben von Deerns gehörte nicht nur die Planung der mechanischen, elektrischen und Rohrleitungssysteme, sondern auch die wichtige Aufgabe, Sicherheitsgenehmigungen zu erwirken und die Einhaltung aller relevanten Vorschriften sicherzustellen.“

Benchmarking der Zukunft

Die Entscheidung, Sicherheit und Nachhaltigkeit von Anfang an als Priorität zu betrachten und nicht als zweitrangige Überlegungen, war der Schlüssel zum Erfolg des Projekts. Deerns spielte eine entscheidende Rolle und nutzte sein tiefgreifendes Fachwissen in diesen Bereichen. Das neue Logistik- und Umweltgebäude der TU Delft setzt neue Maßstäbe für andere Institutionen, die die Anforderungen der Spitzenforschung mit Umwelt- und Sicherheitsaspekten in Einklang bringen wollen.

© Lucas van der Wee
© Lucas van der Wee

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